Grundsätze und Ziele
des Roten Tisches Ostthüringen

(allgemeiner Standpunkt, Diskussionsempfehlung für linke Parteien und Organisationen)

Wir sind ein Zusammenschluß von Linken in Ostthüringen, deren Fernziel es ist, eine Gesellschaftsordnung frei von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen zu errichten. Das nächste Ziel für uns kann nur sein, die Zersplitterung der linken Kräfte und Bewegungen durch Bildung von Aktionseinheiten Schritt für Schritt durch gemeinsame Gespräche, Terminkoordination und Aktionen zu überwinden. Wir sind nicht immer der selben Meinung, aber:
Uns eint mehr, als uns trennt!
Unser Selbstverständnis finden wir im "Manifest":
Wir sind keine besondere Partei gegenüber den anderen Arbeiterparteien. Wir haben keine von den Interessen des ganzen Proletariats getrennten Interessen. Wir stellen keine besonderen Prinzipien auf, wonach wir die proletarische Bewegung modeln wollen. Wir unterscheiden uns von den übrigen Parteien nur dadurch, daß wir stets das Interesse der Gesamtbewegung vertreten. Unser Ziel ist dasselbe wie das der anderen proletarischen Parteien im Klassenkampf: Bildung und Organisation des Proletariats, Sturz der Bourgeoisie, Eroberung der politischen Macht durch das Proletariat. Das Proletariat wird seine politische Macht dazu benutzen, der Bourgeoisie nach und nach alles Kapital zu entreißen, die Hauptproduktionsmittel in die Hände des Volkes zu legen. Wir arbeiten deshalb überall an der Verbindung und Verständigung der demokratischen Parteien aller Länder. -
Gebot der Zeit: Aktionseinheit!
In unserer Zusammenarbeit lassen wir uns von folgenden Grundsätzen leiten:
OWir respektieren gegenseitig die Zugehörigkeit zu verschiedenen linken Parteien / Organisationen; es geht um Ideen und Ideenstreit. Meinungsdifferenzen sind Anlaß zum Gespräch. Programme werden diskutiert, nicht Personen.
O Toleranz bei abweichenden Positionen, Differenzen sind nicht das Wesentliche, sondern uns eint, was uns verbindet!
O Koordinierung von Terminen, gegenseitige Unterstützung bei Aktionen, Demonstrationen, Info-Tische, ...; Zusammenarbeit in Gewerkschaften, Erfurter Erklärung usw.
O Aufruf an alle Linken, unserem Beispiel zu folgen im Kampf gegen Kapitalismus, in der Zusammenarbeit, in der Schaffung der Bedingungen für die Veränderung der Gesellschaft.

Unsere Gegenwart ist wieder bestimmt durch die Weltherrschaft der kapitalistischen Gesellschaftsformation (staatsmonopolistischer Kapitalismus in weltweiter Entfaltung der Produktivkräfte und Produktionsverhältnisse). Die weitere Entfaltung der Produktivkräfte (Boden, Arbeit, Kapital, Organisation) innerhalb der alten Gesellschaft verschärft den Widerspruch zu den Produktionsverhältnissen bis hin zu deren notwendigen Umgestaltung.
Auch heute gilt: Die Geschichte ist die Geschichte von Klassenkämpfen! Klassen sind Gruppen von Menschen, die sich unterscheiden nach ihrem Verhältnis zu den Hauptproduktionsmitteln, ihrer Rolle in der gesellschaftlichen Organisation der Arbeit und damit nach der Art des Erlangens und der Größe des Anteils am gesellschaftlich erarbeiteten Reichtum, über den sie verfügen. Damit ist Klassenkampf notwendig, um die Veränderung bestehender Aneignungsverhältnisse und somit (als deren Grundlage) um die Veränderung der Besitzverhältnisse an den Hauptproduktionsmitteln, herbeizuführen.
Unsere Verbündeten auf diesem Weg sind alle Personen und Organisationen, die sich den einzelnen Zielen verpflichtet fühlen in den Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, zu denen bezüglich der Produktivkräfte und Produktionsmittel gehören:
Boden: Umweltschutz, Naturschutz, ökolog. Landwirtschaft, Ressourcenschonung
Mensch: Bildung, Gesundheit, kulturelle Entfaltung, soziale Einbeziehung aller
Kapital: humane und soziale Gestaltung der Technik und Technologien
Organisation: Schritte zur Vergesellschaftung, Soziale Sicherheit und Gleichheit.
Wir jedoch hören nicht auf beim Erreichen von Teilzielen, streben die Erfüllung der Interessen der gesamten Menschheit an.
Wir gehen nicht zusammen mit Konservativen (Erhalten überholter Wert- oder Machtvorstellungen) aller Coleur, unser Gegner ist das große Kapital, Gralshüter des Privateigentums zur privaten Aneignung des gesellschaftlichen Mehrprodukts. Ihre Apologeten und Verteidiger finden sich in den Bereichen des gesellschaftlichen Überbaus, hauptsächlich im Lager der Rechten (Faschisten, Neonazis) und der "politischen Mitte". Sie nutzen ihre gesellschaftlichen Werkzeuge (Wahlen, Parlament, Medien, Polizei) im politischen und ökonomischen Kampf. Hier findet die politische Klassenauseinandersetzung statt.

Für die weitere Diskussion in den Parteien und Bewegungen wünschen wir uns:
O Positioniert Euch zu diesen Angeboten der Klassenkampf-Auffassung
O Positioniert Euch zur Bündnispolitik:
Wer sind eure Kampfgenossen?
O Positioniert Euch zu Euren Gegnern.
Wir sind zu erreichen unter:
SDAJ Thüringen
07623 Hermsdorf
Postfach 2309
rotertisch@web.de