Im Griff der rechten Szene

 

Autor

B. Schröder

Verlag

Rowohlt Verlag

Land

BRD

Preis

14,90

Seiten

250

Jahr

1997

 

Im Griff der rechten Szene
von Schröder, Burkhard

Der Autor beschreibt den inzwischen schon alltäglichen Terror der rechten Totschläger in ostdeutschen Städten und Gemeinden. Nach jahrelanger Recherche legt uns Burkhard Schröder in seinem Buch das wahre Ausmaß vor Augen. Jugendclubs, in denen Nazi-Bands, deren Auftritte verboten sind, ihre faschistischen Lieder proben und dabei mit öffentlichen Geldern gefördert werden. Von Staats wegen "unpolitische" Sozialarbeiter, die der rechten Szene Tür und Tor öffnen. Polizisten, die erst zwei Stunden nach einem Nazi-Überfall am Tatort auftauchen und so tun, als sei nichts Schlimmes passiert. Politik, die seit der "Wende" nichts mehr an den Schulen verloren hat und Lehrer, die niemandem ein "Weltbild aufzwingen" wollen, ergeben noch nicht einmal im Ansatz eine antirassistische, antifaschistische Erziehung. Soll es auch nicht.
Wer sich als Schüler trotzdem entscheidet, nicht unpolitisch, sondern links zu sein, der habe "für sich die soziale Isolation gewählt". Das bestätigen Lehrer an Haupt-, Real- und Gesamtschulen.
Es herrscht Angst, Hilflosigkeit, klammheimliche Sympathie ... "In einigen Städten kommt es deshalb nicht mehr zu öffentlich sichtbaren Gewalttaten, weil den Neonazis die Gegner ausgegangen sind." (Burkhard Schröder)
Erschienen ist das Taschenbuch 1997 im Rowohlt-Verlag, 250 Seiten, zum Preis von 14,90 DM.

Taschenbuch |ROWOHLT TB. | 1997 ISBN 349922125X Weitere Daten: rororo Taschenbücher. 1997