Abgereichertes Uran (Depleted Uranium DU)

Uran besteht vor allem aus dem den Isotopen 238U und 235U. 238U (HWZ: 4,51*109 Jahre) kommt nur in Verbindungen vor und ist an der Zusammensetzung der Erdkruste mit 2g/t beteiligt. Abgereichertes Uran (DU) entsteht als Abfallprodukt aus der Urananreicherung natürlicher Uranvorkommen zur Gewinnung von spaltbarem Uran 235U. Es enthält nur noch 0,25 % 235U und gehört aufgrund seiner enormen Dichte zu den Schwermetallen (Dichte 18,7 g/cm³, Schmelzpunkt 1130 °C, Siedepunkt 3500 °C). DU ist eigentlich nur schwach radioaktiv, wird es aber durch Aufprall oder Verbrennung pulverisiert, entsteht Urandioxid U2O, dessen Partikel eine Größe von 0,5-5 m m besitzen, womit sie etwa 100 mal kleiner als Sandkörner sind. 238U ist pyrophor (selbstentzündend – fängt beim Kontakt mit Luft sehr schnell zu brennen an). Werden die entstehenden Partikel des Uranoxid-Staubes eingeatmet oder gelangen diese durch Wunden in den Körper, so sind sie je nach Verbrennungstemperatur löslich und wirken giftig (insbesonders nierenschädigend). Ebenso können sie auch Eigenschaften von Keramik annehmen (wasserunlöslich) und sich im Körper festsetzen. Auf diese Weise entfalten sie über Jahre ihre radioaktive Wirkung und rufen eine wachsende Dosis a -Strahlung hervor. Ein Geschoß, gefunden von Prof. S. H. Günther 1992 im Irak (10 cm lang, 1 cm dick und 275 g schwer) wies eine Strahlung von 7,3 m S/h auf (verträgliche Dosis pro Jahr 0,01 mSv!). DU verursacht Erkrankungen wie Leukämie und andere Krebsarten, schwere Nieren- und Leberschädigungen, Herz-Kreislauferkrankungen bzw. –schwächungen, Schwächung des Immunsystems, Gedächtnisstörungen, Hautausschläge, Zahn- und Haarausfall sowie genetische Mißbildungen und bei Schwangeren Aborte und Frühgeburten. DU ist extrem dicht und hart. Aufgrund dieser außergewöhnlichen Materialeigenschaften hat insbesondere die Rüstungsindustrie starkes Interesse an dessen Verwendung. Die militär-technische Nutzung geht auf eine deutsche Technologie aus dem II. Weltkrieg zurück. Heute wird DU in verschiedenen Waffensystemen verwendet:

- A-10 Thunderbolt II ("the Warthog"): bestückt mit einer GAU-8/A Avenger-Kanone mit

sieben 30 mm-Läufen, 4200 Schuß/Minute, Abschußgeschwindigkeit: 1500 m/s durch-

schlägt 50 cm dicken Stahlbeton 3 m unter der Erde, Explosion setzt DU, Radon und giftige

schwermetallische Chemikalienstäube (z.B. Be) frei

- Apache-Hubschrauber AH-64 A/D: 275 g DU

- Abrams-Panzer (M1A1, M1A2) mit 120 mm-Kanone: 3 kg DU (10,7 pounds) (111 MBq) (Reichweite etwa 3.000 m)

- Marine Corps M 1, M-60 mit 105 mm-Kanone (8,5 pounds)

- Navy Phalanx missile

- USA: F-16

- British Challenger (Reichweite 5.100 m) und Harriers

- Viele Cruise Missiles enthalten DU als Ausgleichsgewichte.

Derzeit verfügen bereits neun Staaten über diese Technologie: USA, Großbritannien, Frankreich, Rußland, Israel, Saudi-Arabien, Türkei, Pakistan, und Thailand. 40 t DU reichen theoretisch aus, um 0,5 Mill. Tote zu verursachen. Die USA besitzen etwa 560.000 t DU. Die Verwendung dieser radioaktiven Munition wurde durch eine Resolution des Unterkomitees der UNO für Menschenrechte verboten. Bisher wurde DU im Irak-Krieg, in Bosnien 1994/95 und im Jugoslawienkrieg 1999, insbesondere bei Prizren, wo vor allem die Bundeswehr stationiert ist, eingesetzt. Interessanterweise sind Bundeswehrsoldaten nicht über die Gefahren im Bundeswehrhandbuch aufgeklärt. 1988 verunglückte bei einer Flugschau in Remscheid eine A-10 US-Militärmaschine. Sie trug ebenso wie das israelische El-Al-Transportflugzeug radioaktives Material an Bord. In den Gebieten rund um die Absturzstelle war ein Anstieg von Immunschwächeerkrankungen und Mißbildungen unter Neugeborenen zu verzeichnen. Mindestens 300 t DU-Munition wurden während des Golfkrieges 1991 auf den Boden des Irak ausgesteut. Auf Jugoslawien wurden etwa 10 t abgeworfen. Auch in Deutschland sind derartige Waffen stationiert, unter anderem auf dem US-Flughafen Spangdahlem in der Eifel.

Abgereichertes Uran

Neue Massenvernichtungstechnologie?!

"Morbus Günther" : akute Schwermetallvergiftung durch Uran

 

------ IRAK ------ JUGOSLAWIEN ------

Entdecker der Ursachen des "Golfkriegs"-Syndroms: Prof. Dr. Dr. Siegwart Horst Günther

Weitere Infos unter z.B. www.iacenter.org und rotertisch@web.de