Kohlendioxid und Klima
Vortrag vor Old Table Freiburg am 21.2.2002
von
Dipl.-Phys. Alvo v. Alvensleben
Revidierte Fassung März 2002
Definitionen
Meinen Vortrag
möchte ich beginnen mit der Definition der beiden Begriffe, die im Titel genannt
sind:
Kohlendioxid, chemisch CO2, ist ein Gas, das bei allen
Verbrennungs- und Atmungsvorgängen
entsteht. Zwei Sauerstoffatome aus der
Luft verbinden sich mit einem Kohlenstoffatom, das beim
Verbrennen von
kohlenstoffreichen Verbindungen wie Holz, Kohle, Öl oder Erdgas freigesetzt
wird. In
schwachen Konzentrationen ist CO2 geruchlos, stärker konzentriert
hat es einen stechenden Geruch.
Wir kennen ihn alle, denn jeder hat schon
einmal erlebt, wie CO2 in der Nase sticht, wenn man ein Glas
Mineralwasser
schnell getrunken hat.
Was verstehen wir unter Klima? Klima ist ein
Sammelbegriff für den mittleren Zustand des Wetters,
gemittelt über etwa 30
Jahre. Elemente des Klimas sind Temperatur der Luft,
Niederschlag,
Luftfeuchtigkeit, Wind, Bewölkung, Nebel, Verdunstung,
Strahlungshaushalt. Das Klima eines Ortes
läßt sich nicht durch feste Werte
der genannten Größen beschreiben, sondern durch eine
Häufigkeitsverteilung,
etwa nach Art einer Glockenkurve, die beschreibt, wie häufig
Abweichungen
einer bestimmten Größe vom Mittelwert auftreten. Im Zusammenhang
unseres Themas werden uns vor
allem die Temperaturen interessieren.
Der Hauptteil des Vortrages soll nun der Frage nach den Wechselwirkungen
der beiden Begriffe
gewidmet sein, also: Wie beeinflußt Kohlendioxid das
Klima, und wie beeinflußt das Klima den
Kohlendioxidgehalt der Atmosphäre?
Verstärken wir mit der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas den
Treibhauseffekt?
Zu Beginn ein Zitat
Zur
Einstimmung auf das Thema hier Auszüge aus einem Artikel in der angesehenen
amerikanischen
Wochenzeitung "Newsweek":
"Es gibt
bedrohliche Anzeichen, daß die Wetterverhältnisse der Erde begonnen haben,
sich
dramatisch zu verändern, und daß diese Änderungen hindeuten auf eine
drastische Abnahme der
Nahrungsmittelerzeugung – mit ernsten politischen
Auswirkungen für praktisch jede Nation auf der
Erde. ...
Die
Anhaltspunkte für diese Voraussagen haben sich nun so massiv angehäuft, daß
Meteorologen
Schwierigkeiten haben, damit Schritt zu halten. ...
Letztes
Jahr im April, beim verheerendsten Ausbruch von Tornados, der je zu verzeichnen
war, haben
148 Wirbelstürme mehr als 300 Menschen getötet und Schaden in Höhe
von 500 Millionen Dollar in 13
US-Staaten angerichtet.
Wissenschaftler
sehen in diesen ... Ereignissen die Vorboten eines dramatischen Wandels
im
Wettergeschehen der Welt. Meteorologen sind sich nicht einig über Ursache
und Ausmaß des
Trends wie auch über seine spezifischen Auswirkungen auf
lokale Wetterbedingungen. ...
"Ein größerer Klimawechsel würde
wirtschaftliche und soziale Anpassungen in weltweitem
Maßstab
erzwingen", warnt ein kürzlich erschienener Bericht der
National Academy of Sciences (NAS) ...
"Unsere Kenntnis der Mechanismen des
Klimawechsels sind ebenso bruchstückhaft wie unsere
Daten" räumt der Bericht
der NAS ein. "Nicht nur sind die grundlegenden wissenschaftlichen
Fragen
großenteils unbeantwortet, sondern in vielen Fällen wissen wir nicht
einmal genug, um die
entscheidenden Fragen zu stellen". ...
Und weiter:
"Klimatologen sind pessimistisch daß die politischen Führer irgendwelche
positiven Maßnahmen
ergreifen werden, um die Folgen des Klimawandels
auszugleichen oder seine Auswirkungen zu
verringern. ... Je länger die Planer
zögern, desto schwieriger werden sie es finden, mit den Folgen
des
klimatischen Wandels fertig zu werden, wenn die Ergebnisse erst bittere
Wirklichkeit geworden sind."
Soweit das Zitat aus
"Newsweek". Das klingt alles ziemlich dramatisch und hochaktuell. - Wirklich?
Der Bericht erschien vor 27 Jahren, am 28. April 1975. Und er warnte - vor
den Folgen der in den
letzten 3 Jahrzehnten beobachteten globalen Abkühlung!
Inzwischen hat ein Richtungswechsel um volle 180 Grad
stattgefunden. Mit ähnlich dramatischen
Worten wird jetzt vor den Gefahren
einer globalen Klima-Erwärmung gewarnt. Auch die Hinweise auf
die vermehrt
drohenden Unwetterkatastrophen sind ziemlich wörtlich die gleichen wie vor 27
Jahren -
nur die Ursache soll jetzt die globale Klima-Erwärmung, nicht die
Abkühlung sein. Was ist von all
diesen Szenarien zu halten?
Das IPCC
Verantwortlich für die weltweit
verbreitete Furcht vor einer globalen Klima-Erwärmung und ihren
vielfältigen
Folgen ist das IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), ein Gremium
von
(formell) rund 650 Wissenschaftlern, das vom United Nations Environmental
Program (UNEP) und von
der World Meteorological Organization (WMO) getragen
wird. Dieses Gremium, in dem in mehreren
Arbeitsgruppen jeweils einige wenige
Personen die Hauptarbeit leisten, hat im April 2001 einen Third
Assessment
Report herausgegeben, auf dessen Grundlage im Juli 2001 Vertreter zahlreicher
Staaten in
Bonn zusammenkamen, um über die Durchführung von Maßnahmen zu
beraten, die in Kyoto 1997
empfohlen worden waren ("Kyoto-Protokoll").
Mit Klima-Modellen wurde eine Erwärmung der Erdatmosphäre zwischen 1.4
und 5.8 °C bis zum Jahre
2100 vorausberechnet. Diese soll eintreten, wenn
nichts gegen den weiteren Anstieg des CO2 in der
Atmosphäre unternommen wird.
Wenn man über das IPCC nichts Näheres weiß, hat man den
Eindruck, in den
Veröffentlichungen müssten sich die besten und sichersten Erkenntnisse
der
Klimatologie wiederfinden. Aber Zweifel sind angebracht:
1. So war das IPCC nach
politischen, nicht nach wissenschaftlichen Gesichtspunkten
zusammengesetzt:
Es sollten möglichst viele Länder (mehr als 100) vertreten sein; die
Nationalität war
wichtiger als die wissenschaftliche Qualifikation..
2. die
Schlußveröffentlichung des "Technical Summary, (TS) stellt kein von Gutachtern
gebilligtes
Dokument (wie in einer referierten Zeitschrift) dar, weil die
Hauptautoren Einwände ohne Begründung
übergehen durften - und dies auch
taten, und
3.
Autoren, die - wie Professor Richard Lindzen vom MIT in Boston -
daraufhin verlangten daß ihr
Name aus der Liste der "Contributors" gestrichen
wird, weil sie sich mit dem Inhalt der
Veröffentlichung nicht identifizieren
können, wurde dieser Wunsch abgelehnt. Nach außen erscheinen
sie nach wie vor
als Mitarbeiter an den veröffentlichten Dokumenten.
Einige persönliche Bemerkungen
Die düsteren Prognosen des IPCC, erarbeitet von so vielen
Experten und mit den besten verfügbaren
Computern und Klimamodellen, schienen
mir kaum von der Hand zu weisen. Allerdings stieß ich bald
auch auf kritische
Stimmen, insbesondere auf eine Veröffentlichung "Klimafakten" der
Bundesanstalt
für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover [1].
Meine Hauptbeschäftigung in den letzten Monaten war dann ein Studium der
Klimatologie,
insbesondere der Frage, ob wir nun, nach der Absage von Bush an
das Kyoto-Protokoll, mit einer
katastrophalen Klima-Erwärmung rechnen müssen,
verursacht durch das von Menschen in der
Erdatmosphäre angereicherte
Kohlendioxid. Erlaubt mir hier eine kleine Abschweifung: Das Internet
bietet
für ein solches Studium traumhafte Möglichkeiten. Innerhalb von zwei Tagen war
ich Student
der Universitäten von Zürich, Heidelberg, Bochum, Erlangen,
Potsdam, Berlin, Melbourne ..., konnte
den Wortlaut der Erklärungen von Bush
und seinen Beratern lesen, sowie das Kyoto-Protokoll und
die Äußerungen
seiner Kritiker in USA und Deutschland. Das Wort "traumhaft" habe ich
bewußt
gewählt, denn solche Möglichkeiten zu Hause im Wohnzimmer (oder wo
immer der Computer steht) zu
haben, konnte man früher höchstens träumen, ohne
Hoffnung, daß das jemals wahr werden könnte.
In meiner Darstellung
bemühe ich mich um Anschaulichkeit unter Vermeidung von Begriffen
wie
"Strahlung eines Schwarzen Körpers", die entweder gar nicht oder falsch
verstanden werden. Wo ich
mich auf "Autoritäten" berufe, versuche ich, deren
Kompetenz glaubwürdig zu begründen.
Das ganze Thema hat mich auch
emotional sehr bewegt. Deshalb habe ich gelegentlich persönliche
Bemerkungen
und Einschätzungen eingefügt. Ich denke, sie kommen der Lebendigkeit des
Vortrags
zugute.
Hauptergebnisse der
Klimastudien
Die wichtigsten Ergebnisse meiner Studien möchte ich
zunächst in ein paar kurzen Absätzen
zusammenfassen. Im weiteren Verlauf
werde ich dann die Thesen, die für einige von Euch wohl
überraschend sein
werden, näher erläutern und begründen.
Ich gehe davon aus, daß jeder von
Euch in den vergangenen Jahren schon gehört hat: Das Gas
Kohlendioxid, CO2,
reichert sich seit Jahrzehnten in der Erdatmosphäre an. Ebenso hat jeder
schon
gehört, daß die Zunahme dieses Gases zu einer Erwärmung der
Erdatmosphäre führen soll, mit vielerlei
bedrohlichen Folgen: Anstieg des
Meeresspiegels, vermehrtes Auftreten von Dürren hier, von
Überschwemmungen
dort, von Orkanen, Aussterben von Tierarten usw. Das weiß heute doch jeder
-
oder? Nun einige Ergebnisse:
1.
Das CO2 nimmt zu.
Die CO2-Zunahme in der Atmosphäre ist
real (Bild 1a,b) – und außerordentlich günstig für
das
Pflanzenwachstum; eine weitere Zunahme ist im Interesse der Welternährung
durchaus erwünscht.
Experimente mit Pflanzen in künstlich CO2-angereicherten
Atmosphären zeigen, daß mit einer
Verdoppelung des CO2-Gehaltes
Wachstumssteigerungen bei den meisten Pflanzen im Bereich 10 bis
80 % möglich
sind – Holz, Blätter, Früchte, alles wächst besser. Es gibt keinen besseren
Dünger. CO2 -
ein "Umweltgift"? Mehr dazu später.
Bild
1a: Der auf Hawaii gemessene CO2-Anstieg seit 1959
Eingetragen ist
auch der CO2-Wert von 1860 und der verdoppelte Wert 
Bild 1 b: CO2-Anstieg mit
jahreszeitlichen Variationen in größerem Maßstab 
2. Das Klima der Vergangenheit
Um das Klima der Vergangenheit zu erforschen, hat man in
Grönland und in der Antarktis tiefe Löcher
ins Eis gebohrt und die Bohrkerne
untersucht. Aus ihnen konnte man die Entwicklung des Erdklimas
über mehr als
400 000 Jahre zurückverfolgen. Das Verhältnis der Sauerstoff-Isotope 18O:16O
von
eingeschlossenen Luftbläschen gibt Aufschluß über die Temperaturen; der
CO2-Gehalt in den
Bläschen kann gemessen werden. Aus den
Bohrkern-Untersuchungen weiß man, daß es in den letzten
420 000 Jahren vier
kurze Warmzeiten von je etwa 10 000 Jahren Dauer und dazwischen etwa 10 mal
so
lange Kaltzeiten gegeben hat. Außerdem zeigte sich, daß in der
Erdgeschichte der CO2-Anstieg
zeitlich immer erst nach den Klimaerwärmungen stattfand,
also nicht deren Ursache, sondern Folge
war. Das ist ein
sehr wichtiger Befund. Ich komme darauf noch zurück
3. Die Gletscher der Erde
Zutreffend ist,
daß die Mehrzahl der kontinentalen Gletscher, z.B. in den Alpen, in den
letzten
Jahrzehnten weiter geschrumpft ist. Kann man daraus auf eine globale
Erwärmung schließen?
Dieser Punkt verdient eine eingehendere Betrachtung.
4. Die Entwicklung der globalen
Temperatur in Bodennähe seit 1860
Um 1860 endete eine
Jahrhunderte lange Phase globaler Abkühlung, die "Kleine Eiszeit", die
mit
großen Gletschervorstößen verbunden war. Seitdem stieg die globale
Temperatur, gemessen in 2 m
Höhe über dem Erdboden, um etwa 0.6 °C ±0.2 °C
bis 1930. (Bild 2) Parallel dazu gingen die
kontinentalen Gletscher stark
zurück. Von 1940 bis 1975 nahm die Lufttemperatur wieder um etwa 0.2
°C ab
und stieg ab 1975 wieder auf Werte, wie sie zwischen 1930 und 1940 gemessen
wurden. Dies gilt
jedenfalls für den Bereich der Erde, aus dem die genauesten
Messungen der bodennahen
Lufttemperatur stammen, und in denen das dichteste
Meßnetz bestand, nämlich die USA
Bild 2: Die globale
Entwicklung der Lufttemperatur seit 1860
Die Satellitendaten ab 1979 lassen
keinen Temperaturanstieg erkennen
Quelle: IPCC, ergänzt von John Daly

5. Temperaturmessungen
von Satelliten aus
Seit 1979 kann man die Lufttemperatur
von Satelliten aus messen und hat so erstmalig die Möglichkeit,
die
Temperatur der ganzen Erdatmosphäre, nicht nur die über den Kontinenten zu
messen. Zur
Messung benutzt wird die Emission von Sauerstoffmolekülen, die
ein sehr genaues Thermometer
darstellt. An den Messungen sind ständig
mindestens 2 Satelliten (mit gewöhnlich 4 Jahren
Lebensdauer) beteiligt,
deren Ergebnisse untereinander verglichen werden. Die Meßmethode
erlaubt
sogar, zwischen verschiedenen Höhenbereichen, nämlich der Troposphäre
und der Stratosphäre, zu
unterscheiden.
Die Messungen hatten ein
Ergebnis, daß für die Klima-Erwärmungspropheten höchst überraschend
war und
entsprechend kritisch und sorgfältig analysiert wurde:
Für die Zeit seit
1979 kann man die "globale Erwärmung" mit gutem Gewissen als ein
Märchen
bezeichnen. (Bild 3) Die Satellitenmessungen stimmen
untereinander auf 0.02°C, mit
Ballonsondenmessungen auf 0.03°C überein, und
sie zeigen nur einen minimalen Anstiegstrend (von
0.038°C pro Jahrzehnt) seit
1979, also in der Zeit, in der der steilste Anstieg des CO2 in der
Atmosphäre
zu verzeichnen war.
Bild 3: Die
Temperatur-Meßergebnisse der Satelliten
von Januar 1979 bis Januar 2002 -
Globale Monats- und Jahresmittelwerte (unteres Bild) 
The
Satellite Record 1979-2002
The new way to determine global
temperature is to use satellites to measure the temperature of the
lower
atmosphere, giving the Earth a uniform global sweep, oceans included, with no
cities to create a
false warming bias. This second method, used since January
1979, is accurate to within one hundredth
of a degree, and is clearly the
best record we have. Here is Global Mean Temperature (anomalies in
°C) of the
Lower Troposphere (lower atmosphere) for the 23-year period January 1979 to
January
2002, as measured by NOAA satellites. It shows a very different
picture to that of the global `surface
record' over the same period.
Global trend per decade = +0.038 °C, (Northern Hemisphere = +0.112 °C,
Southern Hemisphere = -0.037 °C.)
Global January 2002 = + 0.232 °C,
(Northern Hemisphere = +0.321 °C,
Southern Hemisphere = +0.144 °C.)
Bild 3a
6. Änderungen des Meeresspiegels?
Als eine der Folgen der "globalen Erwärmung" wird von
den Klimawarnern eine Erhöhung des
Meeresspiegels erwartet. Wenn das
Meerwasser sich erwärmt, dehnt es sich aus. Außerdem
befürchtet man ein
Abschmelzen der Festlandgletscher und des Grönlandeises und langfristig
der
Antarktis, und damit verstärkte Zuflüsse ins Meer. Wir werden noch sehen,
was es damit auf sich hat.
7.
Häufigkeit von Unwetterkatastrophen
Ein vermehrtes
Auftreten von Stürmen, Hurrikans, Taifunen, Hochwassern als Folge einer
globalen
Erwärmung gehört zu den beliebtesten Schreckensvisionen der
Klimawarner. Allerdings muß ich den
IPCC-Bericht in diesem Punkt
freisprechen: In tropischen und außertropischen Stürmen sei über das
20.
Jahrhundert hin kein signifikanter Trend erkennbar, und auch keine systematische
Änderung in der
Häufigkeit von Tornados, Gewittertagen oder Hagelschlägen.
Anderslautende Voraussagen spekulieren auf das kurze Gedächtnis der
Menschen. Aber sorgfältigen
statistischen Untersuchungen halten sie nicht
stand. Zugenommen hat, wie die Münchener
Rückversicherungsgesellschaft zu
melden weiß, die durchschnittliche Schadenshöhe von
schweren
Unwetterkatastrophen - als Folge der zunehmenden Bevölkerungsdichte,
aber auch der Versiegelung
von Böden, der Begradigung von Bach- und
Flußläufen etc. Aber die Zahl schwerer Stürme pro
Jahrzehnt ist in allen
Erdteilen ziemlich konstant geblieben; manche Untersuchungen
verzeichnen
sogar eine Abnahme.
8.
Das Nordpoleis
Im Jahr 2000 wurden am Nordpol offene
Spalten im Eis entdeckt und als "Beweis" für die globale
Erwärmung durch die
Medien weit verbreitet. Was die Entdecker nicht wußten: Solche Spalten
waren
längst aus früheren Jahrzehnten bekannt, sie treten bei dem
schwimmenden Nordpoleis immer wieder
einmal auf – wie man z.B. in dem
Sachbuch "Klimafakten" bei Berner [1] nachlesen kann. 2001 haben
die
Eisspalten am Nordpol sich wieder geschlossen; kürzlich erfolgte Messungen
ergaben am Pol eine
Eisdicke von 3.5 m ("Der Spiegel" vom 15.9.2001).
9. Einfluß der Sonne
Hier müssen wir zwischen direkten und indirekten
Wirkungen, die von der Sonne ausgehen,
unterscheiden. Die direkte
Sonnenstrahlung schwankt über Jahrzehnte nur um etwa 0.1%, was an
der
Erdoberfläche Schwankungen des "Strahlungsantriebs" (Forcing) von 0.3
W/m² ausmacht.
Viel größer sind indirekte Wirkungen als Folge von
Schwankungen des Sonnenmagnetfeldes, in das
die Erde eingebettet ist.
Folgendes geschieht dabei: Teilchen der Kosmischen Strahlung, die aus
den
Tiefen des Weltraums ständig in die Erdatmosphäre prasseln, erzeugen dort
Ionen, die - genau wie
schwebende Staubteilchen (Aerosole) - als
Kondensationskerne für Wassertropfen dienen können.
Das wechselnde Magnetfeld
und der Sonnenwind schirmen Kosmische Strahlung mehr oder minder
stark ab.
Sie ändern damit die Tropfenbildung in der Atmosphäre und die Wolkenbedeckung
der Erde.
Die Abschirmung der ionisierenden Strahlung durch das solare
Magnetfeld ist lange bekannt. Sie
wurde bereits 1971 auf dem Deckel eines
Geophysik-Lehrbuches zeichnerisch dargestellt. Noch länger
bekannt ist die
Wirkung von Ionen als Kondensationskerne - sie sind die Grundlage
der
"Wilsonschen Nebelkammer", die ich schon 1951 als Physikstudent im
Praktikum kennengelernt habe.
Im Jahre 1997 haben die dänischen Forscher
Svensmark und Friis-Christensen, gestützt auf
Satellitenmessungen der
Wolkendecke seit 1979, den engen Zusammenhang zwischen
außertropischer
Wolkenbedeckung und sonnenmodulierter Kosmischer Strahlung
nachgewiesen und veröffentlicht.
Sie fanden einen Abkühlungseffekt von 1 bis
1.5 W/m² - 3 bis 5 mal so groß wie die Schwankungen
der direkten
Sonnenstrahlung.
Aber der "Dritte Ergebnisbericht" des IPCC befand noch
2001: "Mechanismen für die Verstärkung
solarer Effekte auf das Klima sind
vorgeschlagen worden, es fehlt ihnen aber bisher eine strenge
theoretische
oder beobachtungsseitige Basis". Daher wurden diese Effekte vom IPCC in
seinen
Klimamodellen nicht berücksichtigt - wohl einer der größten einzelnen
Fehler in den Analysen der
klimarelevanten Einflußgrößen.des IPCC.
Wir sollten auch im Auge behalten, daß wir das Verhalten
des solaren
Magnetfeldes nicht voraussagen können. Es geht als großer Unsicherheitsfaktor in
alle
Modellrechnungen ein.
Noch weit größere Schwankungen der von der
Erde empfangenen Sonnenstrahlung werden
verursacht durch periodische
Veränderungen der Erdbahn und der Schiefe der Ekliptik. Diese
Änderungen
spielen sich ab auf Zeitskalen von 20 000 bis 100 000 Jahren
(Milankowitsch-Zyklen) und
werden als Ursachen der Eiszeiten
angesehen, die man aus Eisbohrkernen datieren konnte. Wegen der
großen
Zeitskalen sind sie aber nicht Thema dieses Vortrages.
10. Klimasimulationen im Computer
Die Klimamodelle, auf deren Vorausberechnungen
sich die ganze "Global Warming"-Aufregung stützt,
sind noch
grob falsch - unter anderem deshalb, weil sie den Einfluß der Wolken und vieler
anderer,
auch von der Sonne kommender Effekte völlig unzureichend
berücksichtigen. Das stärkste
Treibhausgas ist nicht CO2,
sondern H2O, also Wasserdampf in Gasform. Und dessen Gehalt in
der
Atmosphäre schwankt zeitlich zwischen 0.1 und 5.0 %, also in einem großen
Bereich. Aber nicht nur
das - Wasserdampf absorbiert auch Strahlung in einem
viel breiteren Bereich von Wellenlängen des
Infrarotspektrums, in dem die
Strahlung der Erdoberfläche liegt, als es Kohlendioxid tun kann.
Rund
zwei Drittel des gesamten Treibhauseffekts der Erdatmosphäre
sind von H2O-Dampf verursacht, wie in
den "Klimafakten" [1] festgestellt
wird. Und je nachdem, wieviel Kondensationskerne in der
Atmosphäre
sind, können sich Wolken bilden, mit kleinen oder großen Tropfen, und davon
hängt
wieder ab, wie stark sie Sonnenlicht direkt reflektieren, und wie stark
sie die Abstrahlung vom
Erdboden behindern – kurz, es gibt da so komplizierte
Zusammenhänge, daß ich gar keine Hoffnung
sehe, Klimamodelle so gut zu
machen, daß sie brauchbare Voraussagen über Jahre oder Jahrzehnte
liefern
könnten. (Eindrucksvolle Beispiele für diese Problematik gibt Joachim
Bublath [2] in seinem
Buch "Chaos im Universum").
Die jetzt
vom IPCC in der Öffentlichkeit verbreiteten Modellrechnungen, nach denen
Erwärmungen
von 1.4 bis 5.8 Grad bis zum Ende des 21. Jahrhunderts zu
erwarten sind, sind jedenfalls so
unzuverlässig, daß ich sie als Prognosen
für wertlos halte. Sie scheitern ja schon an der
"Rückwärts-Vorhersage" für
das Klima des vergangenen Jahrhunderts. Die Modellierer selbst sind
auch
vorsichtiger geworden, wie ich auf einer Klimatagung in Frankfurt lernen konnte.
Sie sprechen
nicht von Prognosen, sondern von "Szenarien", also von
Beschreibungen eines Klimas, das dann
eintreten wird, wenn ihre
hineingesteckten Annahmen richtig sind. ... Klima-Skeptiker
erwarten
aufgrund theoretischer Berechnungen eine Erwärmung von nicht mehr
als 0.4 °C bis 2100 als Folge
der CO2-Zunahme (Dietze, 2002). Das würde auch
genau dem gemessenen Trend in den
Satellitenbeobachtungen entsprechen.
Nach diesem Streifzug durch meine Studienergebnisse möchte ich
nun einige der oben
angeschnittenen Punkte näher erläutern.
Gletscher als Klimazeugen
Zuerst zu der
Frage, wie weit Gletscher uns über Klimaänderungen Auskunft geben können:
Bevor man aus der Abnahme der meisten kontinentalen Gletscher auf eine
globale Erwärmung
schließt, sollte man mehrere Umstände in Rechnung stellen:
a) 99% des Gletschereises der ganzen Erde befinden sich in der
Antarktis und auf Grönland. Die
kontinentalen Gletscher der
polfernen Gebiete machen nur 1% der Gletschermasse aus.
Das
Hauptgletschergebiet der Erde, die Antarktis, zeigt für die Zeit seit
etwa 1960 in Bodennähe eine
beträchtliche Abkühlung von 0.7 °C pro Jahrzehnt,
wie unabhängig voneinander mehrere
Forschergruppen in "Nature" und "Science"
berichteten (Januar 2002). Eine Voraussage, im Jahre 1990
veröffentlicht in
der referierten Zeitschrift "Nature", erwartet sogar ein deutliches Absinken
des
Meeresspiegels als Folge der Zunahme des antarktischen Inlandeises. - Nur
auf der antarktischen
Halbinsel, dem "Sporn" von der Antarktis in Richtung
Südamerika, wurde eine Erwärmung
verzeichnet.
b) Eis ist ein
sehr schlechter Wärmeleiter. Gletscher folgen daher
Temperaturänderungen, abhängig
von ihrer Dicke, nur träge mit großen
Verzögerungen (typisch: Jahrzehnte). Daher darf es nicht
überraschen, daß
manche Gletscher, wie etwa der Franz-Josefsgletscher auf Neuseeland, trotz
der
globalen Abkühlung von 1940-1970 zusammenschmolzen und trotz der
anschließenden Erwärmung
wieder zunahmen. In den letzten Jahrzehnten sind die
meisten Alpengletscher geschrumpft, während
die meisten norwegischen
Gletscher gewachsen sind.
c) Zu oder Abnahme von Gletschern
hängen empfindlich von den Niederschlagsmengen im
Nährgebiet der
Gletscher ab. Daher findet man in nahe benachbarten Regionen nicht
selten
gleichzeitig wachsende und schrumpfende Gletscher.
d)
Die normale Abnahme der Lufttemperatur nach oben beträgt 0.1 °C pro 15
Höhenmeter. Bei einem
Gefälle einer Gletscherzunge von 10%, (also 1
m Höhendifferenz auf 10 m Gletscherlänge) genügt
daher eine Temperaturzunahme
von 0.1 °C, um die Gletscherzunge um 150 m zu verkürzen - ein
ziemlich
dramatisch wirkender Effekt für eine so kleine Ursache.
Wie funktioniert der Treibhauseffekt in der
Erdatmosphäre?
Wenn die Satelliten trotz der Zunahme des
CO2 in der Atmosphäre keine Temperaturerhöhung, also
keinen
verstärkten Treibhauseffekt finden, verlangt das nach einer Erklärung. Ich
versuche, den
Sachverhalt möglichst anschaulich darzustellen und lehne mich
im Folgenden an einen Internet-
Diskussionsbeitrag eines klugen Engländers,
Richard Courtney, an, der schwierige Sachverhalte gut
zu
erklären versteht: :
Änderungen im CO2-Gehalt der Atmosphäre haben die
globale Temperatur nicht so geändert, wie es
die Hypothese des verstärkten
Treibhauseffekts voraussagt. Jahrzehntelang zwischen 1940 und 1975,
ist ja
die globale Temperatur gesunken, trotz steigenden CO2-Gehalts. Einige
Klimatologen haben
dafür die "Sulfat-Aerosol-Hypothese" zur Erklärung
herangezogen. Aber John Emsley (vom Imperial
College of Science and
Technology und Gewinner des Rhone Poulenc-Preises 1995) war der erste,
der
erklärte, daß es zu erwarten sei, daß Anstiege im atmosphärischen
CO2-Gehalt nur einen geringen
Einfluß auf die globale Temperatur haben
würden.
Einige Mechanismen des Treibhauseffekts sind unumstritten. Die
Sonne ist sehr heiß, und daher
emittiert sie Strahlung mit kurzen
Wellenlängen, hauptsächlich im Bereich des sichtbaren Lichtes.
Die
Erdatmosphäre ist – von Wolken abgesehen – fast vollständig durchlässig
für Strahlung im Visuellen
und nahen infraroten Spektralbereich; deshalb kann
fast die gesamte Sonnenstrahlung dieses
Bereiches die Erdatmosphäre passieren
und die Erdoberfläche erreichen. Auf diese Weise heizt die
Sonne die
Erdoberfläche.
Aber die Sonnenenergie, die von der Erdoberfläche
absorbiert wurde, muß von ihr auch wieder
emittiert werden - andernfalls
würde die Erdtemperatur beständig steigen. Die erwärmte Oberfläche
emittiert
die Sonnenenergie, die sie absorbiert hat, als Infrarotstrahlung mit längeren
Wellen als die,
die sie absorbiert hat. Das ist eine generelle Eigenschaft
erwärmter Festkörper und Flüssigkeiten. Auf
diese Weise besteht ein
Gleichgewicht zwischen der Sonnenenergie, die die Erde absorbiert hat,
und
der Strahlung, die von der Erdoberfläche ausgeht. Dieses Gleichgewicht
nennt man
"Strahlungsgleichgewicht" der Erde. Es besteht natürlich nur als
zeitlicher Mittelwert über alle Tages-
und alle Jahreszeiten und über die
ganze Erdoberfläche, ist also eine rein statistische Größe. Aber es
ist für
die physikalische Behandlung des Klimas ein sehr brauchbarer Begriff.
Einfache Berechnungen zeigen, daß eine "nackte" Erde ohne Atmosphäre,
(aber mit dem tatsächlichen
Reflexionsvermögen von 30%, das im
zeitlichen Mittel für die teilweise bewölkte Erde gilt) eine
mittlere
Oberflächentemperatur von etwa -18 °C haben sollte. Aber die Erde
hat eine mittlere
Oberflächentemperatur von etwa +15 °C, das heißt ungefähr
33 °C wärmer als die einfache Berechnung
des Strahlungsgleichgewichts ergibt.
Dieser Unterschied ist verursacht durch den "natürlichen
Treibhauseffekt."
Die Erdatmosphäre ist nicht transparent für einige Infrarotstrahlung, die
von der Erdoberfläche
emittiert wird, weil einige Wellenlängen dieser
Strahlung durch Moleküle in der Luft absorbiert werden
können. Strahlung
besteht aus Photonen, und jedes Photon besitzt eine Energie, die von
seiner
Wellenlänge abhängt. Diese Energie wird aufgenommen, wenn ein
individuelles Photon von einem
individuellen Luftmolekül absorbiert wird.
(Bild 4) Das Molekül wird dabei angehoben in einen
Zustand höherer
Schwingungs- und Rotationsenergie, und man nennt das dann "angeregt".
Das
angeregte Molekül kehrt zu seinem ursprünglichen Zustand niedriger
Energie, seinem "Grundzustand"
zurück, wenn es die Energie des absorbierten
Photons wieder abgibt.
CO2-Moleküle in Luft absorbieren Strahlung in zwei
schmalen Bereichen von Wellenlängen
("Absorptionsbanden"). Es gibt keine
Meinungsverschiedenheiten über den bis hierher
beschriebenen Mechanismus.
Bild 4: Schwingungsarten ("Moden") des 3-atomigen
CO2-Moleküls 
Dr. Jack Barrett (einer der eingeladenen
Vortragenden auf einer Klimatagung in Frankfurt, Oktober
2001) hat nun darauf
hingewiesen, daß es sehr unwahrscheinlich ist, daß diese Strahlung von
den
CO2-Molekülen re-emittiert werden kann, bevor sie durch Zusammenstöße mit
Stickstoff- oder
Sauerstoffmolekülen in Bewegungsenergie dieser Moleküle,
also in Wärme umgewandelt wird. Dieser
"Thermalisierung" genannte Vorgang
wird auch von IPCC-Vertretern nicht bestritten. Die
CO2-Moleküle würden, wenn
sie ungestört blieben, nach etwa einer hunderttausendstel Sekunde aus
dem
angeregten Zustand spontan in den Grundzustand zurückkehren, indem sie das
eingefangene
Photon wieder emittieren. Stattdessen werden sie vorher, (also
innerhalb einer Hunderttausendstel
Sekunde!) etwa 10 000 mal von den viel
zahlreicheren N2- und O2-Molekülen angestoßen.
Man unterscheidet elastische
und unelastische Stöße. Letztere sind viel seltener, aber zahlreich
genug, um
den CO2-Molekülen ihre Anregungsenergie abzunehmen, bevor sie diese
abstrahlen
können. Die N2- und O2- Moleküle können die Wärme aber nicht
abstrahlen. Sie können sie durch
Konvektion, durch Wind, durch Bodenberührung
und durch Stöße untereinander neu verteilen, und
sie können ihrerseits
CO2-Moleküle im Grundzustand wieder "anregen". Dieses Pingpongspiel
mit
Photonen bedeutet aber, daß die Wärmeenergie im Mittel tagelang in der
Atmosphäre gespeichert
bleibt, bevor sie es schafft, in der oberen Atmosphäre
in den Weltraum abgestrahlt zu werden. Nach
Barretts Berechnung ist der
gesamte Wärmegehalt der Erdatmosphäre rund 120 mal so groß wie
die
Wärmemenge, die täglich umgesetzt, also von der Sonne empfangen und
wieder emittiert wird.
Berechnungen auf Basis der
HITRAN-Spektral-Datenbank, mit der auch das IPCC arbeitet, zeigen, daß
eine
typische Atmosphäre mit dem normalen Partialdruck von CO2 und mit einer
50-prozentigen
Wasserdampfsättigung schon nach 100 m Weglänge 72,8% der
Strahlung von der Erdoberfläche
absorbiert hat. Verdoppelt man in dieser
Atmosphäre den CO2-Gehalt, so erhöht sich die Absorption
von 72.8 auf 73,5%.
Die winzige Erhöhung um 0.7 Prozent bei CO2-Verdoppelung zeigt an, wie nahe
an
einer Sättigung die Treibhauswirkung durch CO2 - im Zusammenwirken mit dem
stets vorhandenen
Wasserdampf - bereits ist.
Klimaskeptiker contra IPCC
Soweit die
Erläuterung des Treibhauseffektes durch Dr. Barrett. Demgegenüber geht das IPCC
davon
aus, daß bei einer CO2-Verdoppelung in der Atmosphäre ein zusätzlicher
"Strahlungsantrieb" von
etwa 3.7 W/m² auftritt, der an der Tropopause
abgestrahlt werden müßte (Die Tropopause ist die
Grenzschicht von der
Troposphäre zur Stratosphäre in Höhen zwischen ca.12 km am Äquator und 8
km
an den Polen. Sie markiert ein Temperaturminimum - oberhalb, in der
Stratosphäre, wird es wieder
wärmer, weil dort die harte
Ultraviolettstrahlung der Sonne von Ozon (O3) absorbiert wird und
die
Stratosphäre heizt). Der Strahlungsantrieb von 3.7 W/m² soll zu einer
Erwärmung der Atmosphäre von
2.8 °C führen.
Es ist in der
Klimatologie üblich, zu berechnen, wie sich eine Verdoppelung des CO2-Gehalts in
der
Erdatmosphäre auswirken würde. Damit macht man sich frei von Annahmen
darüber, wann eine solche
Verdoppelung eintreten könnte. Zugleich schafft man
sich eine Basis für Vergleiche verschiedener
Klimamodelle. Dabei benötigt man
aber immer noch zwei Stufen: Zuerst wird berechnet, um wieviel
Watt pro
Quadratmeter Erdoberfläche die durch das zusätzliche CO2 zurückgehaltene
Strahlung
zunimmt. Im zweiten Schritt muß man herausfinden, um wieviel Grad C
pro 1 Watt Strahlungsantrieb
(Forcing) die Temperatur in der Atmosphäre
zunimmt. Letzteres nennt man die "Klimasensitivität". Zur
genauen
Feststellung dieser Sensitivität gibt es leider kein eindeutiges und allein
richtiges Verfahren.
Aber mit einer Reihe verschiedener Verfahren kommt man
zu brauchbaren Werten für die Unter- und
Obergrenzen der Sensitivität: Sie
liegen bei 0.08°C und 0.22°C pro 1 Watt/m².[3]
Ein Kritiker des IPCC, Peter
Dietze, einer der offiziellen Gutachter für den Dritten IPCC-Bericht, hat
in
einer detaillierten Kritik der Methoden, Vereinfachungen und
Vernachlässigungen des IPCC
vorgerechnet, daß eine CO2-Verdoppelung einen (im
Vergleich zum IPCC) etwa um den Faktor 4
geringeren Temperatureffekt bewirken
würde - also nur 0.7 °C Erwärmung der Atmosphäre bei
Verdoppelung des
CO2-Gehalts.
Dies ist aber nur ein Punkt der Kritik.
Weitere Punkte beziehen sich auf die vom IPCC
in
Modellrechnungen angenommene jährliche Zunahme des CO2-Gehalts um
1 Prozent - obwohl die
gemessene Zunahme nur 0.4% beträgt. Ferner
kritisiert Dietze die vom IPCC angesetzte Extrapolation
bis zum Jahre 2100
beim globalen Verbrauch von Kohle, Öl und Gas. Dort wird nicht
berücksichtigt,
daß die Vorräte in der Erde begrenzt sind,
und daß mit schwindenden Vorräten und steigenden Preisen
die Rate des
Verbrauchs zurückgehen wird..
Ähnliche Kritiken wie die von Dietze haben
auch andere Experten vorgebracht [4]. Ich habe mich hier
nur auf die von
Dietze beschränkt. Er beschreibt detailliert und für Physiker nachvollziehbar
die
gedanklichen und die Rechen-Schritte, mit denen er zu seinen Ergebnissen
kommt. Er hat diese
Ergebnisse auch vor Behörden- und Industrievertretern im
Capitol in Washington im Rahmen einer
Anhörung zum Thema der globalen
Erwärmung im Mai 2000 vorgetragen ("IPCC's Most Essential
Model Errors", [5])
Das Emissionsspektrum der Erde wird durch Satellitenmessungen
veranschaulicht – im Bereich der
CO2-Absorptionswellenlänge ist die
Atmosphäre praktisch vollständig undurchlässig gegenüber der
vom Boden
stammenden IR-Strahlung (Bild 5). Die Strahlung am Boden des 15 µm-"Trichters"
stammt
aus einer Atmosphärenschicht mit einer Temperatur von etwa -53 °C -
d.h. aus einer Schicht nahe der
Tropopause, ca. 10 bis 12 km über der
Erdoberfläche. Bei CO2-Verdoppelung müßte sich der "Trichter"
bei Fehlen von
Wasserdampf um etwa 11% verbreitern und sich wegen
zunehmender
Strahlungskühlung auch etwas vertiefen. Wegen des stets
vorhandenen Wasserdampfes ist die
Wirkung der CO2-Verdoppelung in der Natur
aber noch erheblich kleiner. [Dietze2001: Carbon Model
Calculations]
Bild 5: Spektrum der Erdatmosphäre, aufgenommen im
Infrarotbereich von
einem Erdsatelliten aus, bei klarer Luft am
27.4.1970über der Pazifikinsel Guam 
Deutlich
sind die "offenen Fenster" zu sehen, in denen die thermische Abstrahlung des
Bodens fast
ungehindert in den Weltraum gelangt.
Was kann durch CO2 -Beschränkungen erreicht werden?
Eine
bedeutsame Folgerung müssen wir noch ziehen: Die Verminderung des CO2-Ausstoßes
in die
Atmosphäre, wie sie das Kyoto-Protokoll vorsieht, kann bestenfalls nur
einen kleinen Bruchteil der
Wirkung auf die globale Temperatur haben, die das
IPCC annimmt. Die Emissionsreduktion gemäß
Kyoto ist in dieser
Hinsicht praktisch wirkungslos: Folgt man Tom Wigley, einem
prominenten
Vertreter des IPCC, so würde sie bis 2050 nur 0.07 °C ausmachen.
Wie Dietze und andere Kritiker
gezeigt haben, ist selbst dieser
errechnete Wert noch etwa um den Faktor 3.5 zu groß - es bleibt
ein
Kyoto-Temperatursenkungseffekt von 0,02 °C bis zum Jahre 2050.
(Diese Zahl hat Dietze auf einer
Tagung in Wiesbaden den
IPCC-Vertretern vorgehalten, und es wurde ihm nicht
widersprochen!).
Bekanntlich wollen aber die USA und andere Länder das
Kyoto-Protokoll nicht ratifizieren. So wird der
errechnete Effekt noch einmal
herabgesetzt - auf weniger als 1 /100 °C.
Meine persönliche Schlußfolgerung: Was uns als
Normalbürgern mit den CO2-Reduktionen zugemutet
wird, ist ein beträchtlicher
finanzieller Aufwand und eine für jeden Einzelnen spürbare
Einschränkung
seiner persönlichen Lebensgestaltung - nur zu dem Zweck, eine
globale Temperatursenkung zu
erreichen, die so winzig ist, daß praktisch
niemand sie messen kann.
Auf der
erwähnten Tagung in Wiesbaden hörte ich im November 2001 einen Vertreter des
IPCC. Er
glaubte noch an die drohende Erwärmung durch CO2. Seinem Vortrag
hatte er den Titel gegeben: 'Von
Kyoto nach Marrakesh – von "zu wenig" nach
"noch weniger"'. Obwohl es nicht so gemeint war,
konnte man es praktisch als
ein Plädoyer dafür verstehen, die Pläne von Kyoto stillschweigend
zu
begraben.
Und der Meeresspiegel?
Nachdem wir uns nun überzeugt haben,
daß die vorausgesagte Klimaerwärmung durch CO2 gar nicht
droht, – ihre
Theorie ist "faulty science" – fehlerhafte Wissenschaft, wie Präsident Bush sie
genannt
hat, - und nachdem die Satellitenmessungen zeigen, daß der
Temperaturanstieg gar nicht stattfindet -
können wir die Frage des
Meeresspiegelanstiegs ziemlich schnell erledigen - er findet auch nicht
statt.
Bild 6: Gemessene
Meeresspiegelschwankungen 
Pegelmessungen
über 3 Jahrzehnte in Tuvalu, einem kleinen pazifischen Inselstaat, und in
Diego
Garcia, dem englischen Flottenstützpunkt mitten im Indischen Ozean,
zeigten keine Veränderung des
Meeresspiegels. (Bild 6) Lediglich von Zeit zu
Zeit, wenn der Wind den El-Niño-Strom nach Osten
trieb, sank der
Meeresspiegel für einige Zeit um bis zu 30 cm, um anschließend zu normalen
Werten
zurückzukehren. (Eine dpa-Meldung über den drohenden Untergang von
Tuvalu, die ich in der
Badischen Zeitung fand, habe ich auf Grund meiner
Informationen beanstandet, und 3 Tage später
druckte die BZ einen Widerruf,
nachdem sie mit dem Konsul von Tuvalu gesprochen hatte).
Entsprechendes
gilt für den Inselstaat der Malediven, deren Vertreter in Marrakesch auf die
drohende
Überflutung ihrer Inseln hingewiesen haben sollen. Eine schwedische
Untersuchungskommission
unter Leitung eines führenden Experten für die Frage
von Meeresspiegelschwankungen (Prof.
Mörner) hat das Problem auf den
Malediven untersucht und überhaupt keine Zunahme des
Meeresspiegels für die
letzten 100 Jahre gefunden.
Schwankungen des
CO2 in der Erdgeschichte
Die Messungen des CO2-Gehalts in
Eisbohrkernen haben sich, wie man erst seit wenigen Jahren weiß,
doch als
ziemlich ungenau erwiesen – wohl als Folge von Diffusionseffekten im Eis, durch
die größere
Schwankungen des CO2-Gehaltes nivelliert wurden. Daher ist zur
Zeit noch die Meinung verbreitet, in
den letzten 420 000 Jahren habe der
CO2-Gehalt nur zwischen 190 ppm in den kältesten Zeiten und 280
ppm in den
Warmzeiten gependelt. Daraus haben Botaniker gefolgert, der Anstieg des CO2 in
der
Atmosphäre um rund 30% in den letzten 140 Jahren sei in der jüngeren
Erdgeschichte ein einzigartiger
Vorgang, und die Natur werde sich darauf
nicht einstellen können, mit katastrophalen Folgen für die
Pflanzenvielfalt.
(Ich habe darüber einen Briefwechsel mit Prof. Christian Körner, Botaniker an
der
Universität Basel geführt, dem ich für viele Anregungen zu danken habe).
Ein neues Meßverfahren - und überraschende
Ergebnisse
Hier ein Zitat aus einer Buchbesprechung [6]
im Internet:
"Eine neue, robuste Technik zur Bestimmung der
CO2-Gehalte der Luft in der Vergangenheit wurde
nun in den späten Neunziger
Jahren eingeführt. Zwischen der Flächendichte der Spaltöffnungen
(Stomatae)
in den Blättern bedecktsamiger Pflanzen (Angiospermen) und der
umgebenden
atmosphärischen CO2-Konzentration besteht ein enger inverser
Zusammenhang. Dieser macht es
möglich, den einstigen CO2-Gehalt der
Atmosphäre aus fossilen Blättern zu bestimmen. (Bild 7) Für
weniger weit
zurückliegende Epochen können CO2-Gehalte abgeleitet werden aus Blättern, die
man im
Torfmoor findet.
Obwohl die Eisbohrkerne dies nicht erkennen
lassen, zeigt das neue Meßverfahren, wie die
atmosphärische CO2-Konzentration
von 260 ppm am Ende der letzten Eiszeit schnell auf 335 ppm im
Preboreal (vor
11500 Jahren) anstieg, dann wieder auf 300 ppm abfiel und vor 9300 Jahren 365
ppm
erreichte. Diese Beobachtungen widerlegen die Annahme einer
stabilen "vorindustriellen"
Atmosphäre und zeigen, daß CO2-Niveaus wie das
heutige das Ergebnis sonnengesteuerter
Temperaturzunahmen mit darauffolgender
Ozean-Entgasung sind. Der rekonstruierte Verlauf aus der
Zeit vor 9000 Jahren
gibt Auskunft über CO2-Zunahmen von 65 ppm pro Jahrhundert, die
zu
CO2-Niveaus wie dem heutigen führten, bei Temperaturen ebenfalls ähnlich
den heutigen. Daraus
folgt, daß man nach Beweisen für Effekte der
industriellen CO2-Emissionen vergeblich suchen wird.
Weder die heutigen
Temperaturen noch die heutige atmosphärische Chemie zeigen Anomalien."
(Ende des Zitats)
Bild 7: CO2 -Gehalt der
Atmosphäre in den letzten 300 Millionen Jahren
Quelle: John Daly 
In a new paper in Nature (v.411, p.287, 17 May 2001),
Gregory Retallack compared leafstomata of Ginko
trees with similar stomata
from fossil remains of related ginko trees as far back as 300 million years.
From this, he was able to reconstruct the history of atmospheric carbon
dioxide asshown left. Today's
CO2 level (370 ppmv) is added (horizontal red
line), and it is readily apparent that CO2 in the distant
past reached
between 2,000 and 3,000 ppmv, or to 10 times the pre-industrial level of 280
ppmv. And
we are paranoid about a mere doubling to 560 ppmv in the next 150
years. If anything, our present
level of CO2 is very low by geological
standards (perhaps even dangerously low during recent
glaciations).
The above graph compares CO2 (solid blue line, with standard deviations
shown in shaded blue) with
a low resolution temperature chart covering the
same period. The author concludes in his abstract -
"These results support
the role of water vapour, methane, and CO2 in greenhouse climate warming
over
the past 300 Myr." These are carefully crafted words, given the editorial policy
toward global
warming of the journal he was publishing in. CO2 was mentioned
only as a third factor, the primary
role being attributed to water vapour, a
very safe and correct choice to preserve the integrity of his
findings.
But what else do we find in the above chart? The resolution of the CO2
chart is coarse, ± 6 million
years, but even with that caveat, it is clear
that as with many other palaeo-climate studies comparing
CO2 with
temperature, this study shows the same tendency for temperature changes to lead
CO2
changes. This is apparent as a `right shift' in the CO2 chart when
compared with the temperature chart
above it. This means that the CO2 changes
were caused by the temperature changes, not the other
way around.
It
is also apparent that the Earth cruised through periods of very low CO2 (such as
today) and periods
when CO2 was up to ten times greater, with no ill effects
to the climate. Indeed, the Earth was more
biologically productive during the
high CO2 regimes (it needed to be to support all those hungry
dinosaurs).This
provides us with the confidence that higher levels of CO2 (but still low by
geological
standards) will have no ill effects on the Earth's climate, but
make the Earth much more productive
biologically. The greening of the Earth
is the only significant consequence of rising CO2.
CO2-Wirkungen in der Biosphäre
Aber damit nicht genug. CO2
ist neben Wasser und Lichtenergie das Grundnahrungsmittel der
Pflanzen.
Unsere Pflanzenwelt hat eine Evolution hinter sich, die über Hunderte von
Millionen Jahren
fast ständig in einer Atmosphäre ablief, die CO2-Gehalte bis
zum Zehnfachen des vorindustriellen
CO2-Gehalts aufwies, also 2000 bis 3000
ppm. Dies weiß man aus Untersuchungen an Blättern des
Ginkgo-Baumes, der sich
über 300 Millionen Jahre kaum verändert hat. Die Ergebnisse wurden
in
"Nature" im Mai 2001 veröffentlicht. Erst in der letzten Million Jahre lag
der CO2-Gehalt meistens
zwischen 190 und 280 ppm.
Die Pflanzenwelt
hat sich wohl nur mit Mühe dem niedrigen CO2 angepaßt, wie die Existenz
von
sogenannten C4-Pflanzen zeigt, die eine CO2-Anreicherungsmethode erfunden
haben, um das
bescheidene Angebot besser nutzen zu können. (95% aller
Pflanzen sind C3-Pflanzen, die ohne die
Anreicherung auskommen). Es ist daher
kaum verwunderlich, daß die Pflanzenwelt auf das neuerdings
erhöhte Angebot
an CO2 in einer Weise reagiert, die ich mit "geradezu enthusiastisch"
bezeichnen
möchte: Kürzlich wurden Experimente veröffentlicht, bei denen man
den heutigen CO2-Gehalt der
Atmosphäre künstlich auf den Wert herabgesetzt
hat, der vor 1860, d.h. vor Beginn der
Industrialisierung bestanden hat. Man
hat also verschiedene Pflanzenarten bei 280 ppm CO2 wachsen
lassen und mit
Pflanzen verglichen, die 365 ppm CO2 zur Verfügung hatten.
Ergebnis: Ein
um 25 % vermindertes Pflanzenwachstum bei dem niedrigen CO2-Gehalt
der
Vergangenheit. (Bild 8) Auch wenn das vielleicht nicht für alle
Nahrungspflanzen zutreffen mag - es
bedeutet: Schon jetzt haben wir der
CO2-Zunahme um
30 % in den letzten 140 Jahren rund ein Viertel unserer
Ernteerträge zu verdanken, oder anders
ausgedrückt: ¼ der Menschheit, 1.5
Milliarden Menschen, leben von der atmosphärischen
CO2-Zunahme seit 1860!
Bild 8: Änderungen der Biomasse von Sojabohnen
in
Abhängigkeit von der CO2-Konzentration in der Atmosphäre (in ppm)
Ein erfreuliches Nebenergebnis ist, daß der
Zuwachs den Bauern weltweit und kostenlos zugute kam.
Mit weiterer
Zunahme des CO2-Gehalts wird, wie Experimente in künstlich
angereicherten
CO2-Atmosphären zeigen, der Zuwachs an Biomasse bei den
Pflanzen in eine Sättigung übergehen.
Außerdem ist selbstverständlich das CO2
nur einer von verschiedenen Nährstoffen, die die Pflanzen
brauchen. Wenn z.B.
Stickstoff oder Phosphor oder Wasser fehlen, stößt der Zuwachs der
Pflanzen
schnell an seine Grenzen. Aber insgesamt ist das Grün auf der Erde
in den vergangenen 30 Jahren
soviel dichter geworden, daß der Zuwachs in den
gemäßigten Breiten (zwischen 30 und 70 Grad
nördlicher Breite) bereits von
Satelliten aus meßbar geworden ist! [7]
Die positiven Wirkungen
der CO2-Vermehrung sind damit noch gar nicht alle aufgezählt: Mehr
CO2
bedeutet meßbar geringeren Wasserbedarf der Pflanzen, also Erweiterung
von Anbaumöglichkeiten in
trockenere Gebiete hinein, und verlängerte
Photosynthesezeiten in der Morgen- und
Abenddämmerung (um Minuten) und im
Frühjahr und Herbst (um Tage). Und zu den neuesten, noch
nicht ganz
gesicherten Ergebnissen gehört, daß vermehrtes CO2 auch als Heilmittel gegen
das
Waldsterben wirkt - den kranken Bäumen scheint die CO2-Kur gut zu
bekommen.
Eine Kehrseite hat die schöne Medaille der
CO2-Vermehrung natürlich auch. So enthalten
"CO2-gedüngte" Pflanzen weniger
Blattproteine, die Stickstoffkonzentration ist erniedrigt. Auch
der
(relative) Proteingehalt in Samen und damit auch der im Brotgetreide
(Backfähigkeit) geht unter
erhöhtem CO2 zurück. Noch bedeutsamer mag eine
andere Folge der CO2-Düngung sein: Da nicht alle
Pflanzen in gleicher Weise
reagieren, wird es bei den neuen Bedingungen nicht nur Gewinner,
sondern
auch Verlierer geben. Nachdenkliche Wissenschaftler wie der
Baseler Botaniker Prof. Körner [8]
befürchten deshalb eine Abnahme
der Pflanzenvielfalt, und wegen der Abhängigkeit vieler Tiere
von
ihren Nahrungspflanzen parallel dazu eine Abnahme der Vielfalt in der
Tierwelt. Ich kann diese
Befürchtungen verstehen, vertraue aber auf
die Anpassungsfähigkeit der lebendigen Natur, die, wie
oben
dargestellt, das gleiche Problem schon wiederholt gelöst hat - auch in jüngerer
Zeit, in den
letzten Jahrtausenden (was Professor Körner noch nicht bekannt
war, als er seine Bedenken vortrug).
Zusammenfassung:
Eine nennenswerte Klima-Erwärmung
durch Zunahme des von Menschen
produzierten CO2 in der Atmosphäre droht uns
nicht. Die Verminderung der CO2-Einträge in die
Atmosphäre gemäß dem
Kyoto-Protokoll halte ich nicht nur für überflüssig, sondern sogar
für
schädlich, da sie die Ernährung der wachsenden Weltbevölkerung erschwert,
die schon jetzt auf den
erreichten Zuwachs der Ernteerträge angewiesen ist.
Alle bisherigen Beobachtungen zeigen auch, daß
die natürlichen Senkenflüsse -
d.h. die Aufnahme von CO2 aus der Luft durch Meere, Erdboden und
Pflanzen -
bei Anstieg der CO2-Konzentration zunehmen und den CO2-Zuwachs in der Luft
begrenzen.
Und obendrein: Die im Kyoto-Protokoll
geforderte CO2-Verminderung ist auch extrem teuer. Präsident
Bush war nicht
schlecht beraten, als er sich weigerte, das Kyoto-Protokoll zu ratifizieren [9].
Für mich gibt es nur ein gewichtiges Argument für die CO2-Reduktion: Öl,
Gas und Kohle sind viel zu
schade, verheizt zu werden, weil sie die
wichtigsten Chemie-Rohstoffe sind. Und wir verbrauchen
jährlich soviel davon,
wie die Sonne in 500 000 Jahren bei uns eingelagert hat. Das heißt:
Diese
Rohstoffe sind unersetzlich. Und spätere Generationen – falls es sie
gibt – werden uns nicht wegen
der Nutzung der Atomenergie, sondern wegen der
Verschwendung der fossilen Energieträger
verfluchen, die wir in viel höherem
Maße durch Atomenergie hätten ersetzen können. Aber das ist
wieder ein
anderes Kapitel.
Dank:
Mein Dank gilt John Daly in Tasmanien, dessen Website zu
konsultieren immer wieder eine
Freude war, vor allem aber Herrn
Dipl.-Ing Peter Dietze, der mehr als jeder andere in
intensiven
Diskussionen und per E-mail zur Entstehung dieses Textes
einschließlich seiner technischen
Ausgestaltung beigetragen hat. Etwaige
Fehler bleiben aber meine eigenen.
Literatur
Allgemein zur Diskussion um die Vorgänge
beim Treibhauseffekt:
1. Climate Change 2000, The Scientific
Basis, TAR Working Group 1 Report, p. 90, Fig. 1.2
2. Climate Change 1992,
IPCC Supplement, p. 7.
3. J. Barrett, Spectrochimica Acta, 51A, 415, (1995)
4. Sir John Houghton, Spectrochimica Acta, 51A, 1391, (1995)
5. K. P.
Shine, Spectrochimica Acta, 51A, 1392, (1995)
6. J. Barrett, Spectrochimica
Acta, 51A, 1395, (1995)
7. P. S. Braterman, Spectrochimica Acta, 52A, 1565,
(1996)
8. J. Barrett, Spectrochimica Acta, 52A, 1567, (1996)
9. R. S.
Courtney, Spectrochimica Acta, 53A, 1601, (1997)
10. H. Hug, Energy &
Environment, 11, 631, (2000)
11. H. Hug, CHEMKON, 7, 6, (2000)
12. N. D.
Coggeshall and E. L. Saier, J. Chem. Phys., 15, 65, (1947), Fig. 1
13.
Adapted from Climate Change 2000, The Scientific Basis, TAR Working Group 1
Report, p. 430 Fig.
7.2
14. Climate Change 2000, The Scientific Basis,
TAR Working Group 1 Report, p. 199
Speziell zum Vortrag
"Kohlendioxid und Klima":
[1] Ulrich Berner, Hansjörg Streif:
Klimafakten, Schweizerbart'sche Verlagsbuchhandlung 2001
[2] Joachim
Bublath: Chaos im Universum, Droemer 2001
[3] A lukewarm Greenhouse - How
`Warm' Will Global Warming Get? by John L. Daly,
http://www.vision.net.au/~daly/miniwarm.htm
[4] Bengtsson, L., Roeckner,
E., Stendel, M. Why is the global warming proceeding much slower
than
expected?; J. of Geophys. Res.104 D4 (Feb 1999)
[5] IPCC's Most Essential Model
Errors, http://www.john-daly.com/forcing/moderr.htm
[6] Geological
Perspectives of Global Climate Change, AAPG Studies in Geology No. 47
Edited
by Lee C. Gerhard, William E. Harrison and Bernold M. Hanson Published by the
American Association of Petroleum Geologists in collaboration with the
Kansas
Geological Survey and the AAPG Division of Environmental Geosciences;
contributions by the U.S. Geological Survey, March 2001
[7] Greening
Earth (8 Sept 2001) by John Daly,
http://www.vision.net.au/~daly/press/press-01b.htm#greening
[8]
Christian Körner: Biologische Folgen der CO2-Erhöhung,
in: Biologie in
unserer Zeit, 29. Jhrgg, Nr.6
[9] Kyoto can’t help, but
it could hurt! by Dr. James J. O’Brien,
http://www.vision.net.au/~daly/guests/j-obrien.htm
[Dietze2002]
http://www.iavg.org/iavg081.htm
[Dietze2001],Carbon
Model Calculations, http://www.vision.net.au/~daly/dietze/cmodcalc.htm
Weitere >100 Quellen im Internet, speziell die Webseite von John Daly: "Still waiting for
Greenhouse" http://www.john-daly.com/
und die wissenschaftliche Gästeseite
http://www.john-daly.com/guests.htm
email Adresse des Autors : Alvo v. Alvensleben - alvo9.alvensleben@t-online.de
Ursprünglicher Artikel von A. v. Alvensleben: www.schulphysik.de/klima/alvens/klima.html
Entgegnung von Prof. Rahmstorf: www.pik-potsdam.de/~stefan/alvensleben_kommentar.html
Antwort von A. v. Alvensleben: www.schulphysik.de/klima/alvens/antwort.html
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Kommentar von
MM-Physik Ein hervorragender, sachlich korrekter Vortrag, der die wesentlichen Kritiken an der Klimaerwärmungshysterie schön zusammenfasst. P.Krahmer Auch das Strahlungsgleichgewicht einer idealen schwarzen Erde im Strahlungsfeld zwischen Sonne 6000 K und leerem Raum 3 Kelvin wurde zwischen dem Newsweekartikel und heute umfunktioniert. Man rechnet nur mit 70% der Sonneneinstrahlung einerseits , gestattet der Erde andererseits aber 100% igen Output und kommt so auf - 18 Grad Celsius. Rechnet man richtig, so bekommt man in "Nullter Näherung" für eine Schwarz-Körper-Erde eine Temperatur von +6 Grad. In "1. Näherung" = verbesserte Näherung wird man dann Albedo A bei der Einstrahlung und Emissivität ep bei der Ausstrahlung berücksichtigen. A schwankt jahreszeitlich und solar bedingt um die 0,297 oder 29,7 % und ähnlich ändert sich ep. TE4 = S /4 /sigma (100%-A)/ep Gegenwärting messen Satelliten das ep und grobe Schätzungen kommen auf 80-95% (Ein isolierter, heller Körper strahlt weniger Energie ab. Jede klare Frühlingsnacht mit Frostgefahr stützt dieses Modell). Mit diesen Werten kommt man dann auf Werte zwischen 259 K und 271 K -14 Grad und -2 Grad. Sowohl Albedo als auch Emissivität scheinen darüberhinaus selbstregelnd die Erde auf konstanter Temperatur zu halten.(man beachte dazu das Gaia Modell der Erde aus den 60er Jahren). Die Differenz zu den tatsächlich sehr konstanten 15 Grad Celsius wird mit dem Treibhauseffekt erklärt. Earthshine bei Big Bear Solar Observatory - Earthshine Measurements of Global Atmospheric Properties Interaktive Rechnung und Strahlungsseite bei MM-Physik Bilanz im Strahlungsgleichgewicht |
Gefunden (Goethe Gedicht) Gramschatzer
Wald, bei Würzburg